Jobfit-Training in Klasse 9

 

 

In Kooperation mit der SRH-Gruppe Heidelberg führen wir in unseren 9. Klassen das Job-Fit-Training durch. Es ist ein Kooperationsprojekt der Fakultät für Angewandte Psychologie der SRH Hochschule Heidelberg und dem Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation der Universität Bremen. Das JobFit-Training, welches von den zwei renommierten Kinder- und Jugendpsychologen, Prof. Dr. Franz Petermann und Prof. Dr. Ulrike Petermann konzipiert wurde, besteht aus insgesamt zehn Themenblöcken, deren Durchführung mit jeweils 90 Minuten angesetzt ist.

 

Radio Regenbogen war zu Besuch bei uns und berichtete über das Projekt.

 

  • Das ganze Interview finden Sie hier

 

  • Weitere Informationen zum Job-Fit-Programm finden Sie hier

 

 

 

Verabschiedung der Klassenstufen 9 und 10 an der FEWRS



Am Freitag, 15.07.2016 verabschiedeten wir die Schülerinnen und Schüler unserer neunten und zehnten Klassen. In diesem Schuljahr entschieden wir uns für eine etwas andere Form. Die Feier fand am Vormittag zwischen 11.30 Uhr und 13.00 Uhr statt und neben den Lehrern und einigen Eltern waren diesmal auch alle Kinder und Jugendlichen der Klassen 5 bis 8 eingeladen. Die Schulleiterin Frau Ernst begrüßte die Neunt- und Zehntklässler und gab ihnen  eine Weisheit aus dem Talmud mit auf den Weg. Dann übernahm Frau Rappold für die Neuner. Mit einer lustigen Power-Point-Präsentation ließ sie die letzten Schuljahre Revue passieren. Frau Lenck und Herr Schönhut kommentierten frei nach Wilhelm Busch eine typische Schulwoche der beiden zehnten Klassen. Bevor der Schulsprecher und die Klassensprecher sich mit Dankesworten, Süßigkeiten und Blumen verabschiedeten, stellte Fabio Randazzo wieder einmal sein musikalisches Talent unter Beweis.

 

     

 

Neben den Jugendlichen wurde auch Frau Reimer-Bertsch verabschiedet. Sie hat an unserer Schule jahrzehntelang Englisch und Hauswirtschaft unterrichtet und tritt am 01.08.2016 ihren wohlverdienten Ruhestand an. Die Schulgemeinschaft bedankte sich bei ihr mit einem herzlichen Applaus und einem bunten Blumengruß. Die beiden neunten Klassen schließen ihre Hauptschulzeit mit einer Klassenfahrt nach München ab. Eine große Anzahl der Schülerinnen und Schüler dürfen wir im nächsten Schuljahr als Zehntklässler wieder begrüßen. Denjenigen, die jetzt eine Ausbildung beginnen oder auf eine andere Schule wechseln und unseren beiden zehnten Klassen wünschen wir alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg. Lasst ab und zu mal von euch hören. Wir freuen uns immer, wenn ihr vorbeikommt und erzählt, wie es euch geht!

Allen anderen Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern wünschen wir eine erholsame Ferienzeit.

Bis zum nächsten Schuljahr,

Schulleitung und Kollegium der Friedrich-Ebert-WRS

 

Theaterstück "Andorra" von Max Frisch



Am 27.02.2014 besuchte das Unterwegstheater "Forum" aus Wien auf ihrer Gastspielreise auch das Schulzentrum der Friedrich-Ebert-WRS in Sandhausen. Das Gymnasium war herzlich eingeladen, an der Vorstellung teilzunehmen.
Den 9. und der 10. Kl. wurde das allzeit aktuelle Stück "Andorra" vorgestellt. Zu Beginn gab der Regisseur einige erläuternde Erklärungen zu der Bedeutung des Theaterstücks. Mit wenigen Darstellern und nur einigen Requisiten gelang es der Theatertruppe, die Aussage des Werkes von Max Frisch deutlich zu machen. Die Problematik besteht darin, dass Menschen gestern wie heute in allen Teilen der Welt unter Vorurteilen und Fremdenhass leiden müssen.
Im Deutschunterricht der drei Klassen wurde das Theaterstück nachbereitet.

 


Abschlussfeier der Werkrealschulklassen der Friedrich-Ebert-WRS


 

 

 

Das Motto der Abschlussfeier lautete: „Auch Stars müssen einmal gehen“! Auf dem roten Teppich schritten die Zehntklässler auf den „Wall of fame“ zu, unseren dunkelblauen Bühnenvorhang, der mit Sternen geschmückt war, auf denen sich die Namen der Schülerinnen und Schüler befanden.
Nach der Begrüßung der Gäste durch Stephanie Reineck wandten sich die beiden Klassenlehrerinnen Margit Howard und Christa Ernst an ihre Schülerinnen und Schüler. Zuerst gaben sie einen Rückblick auf die gemeinsamen Unternehmungen der letzten vier Jahre, dann verabschiedeten sie sich mit vielen guten Wünschen von ihren Klassen.
Anna Maria Zimmermann und Benjamin Specht sprachen stellvertretend für die Klassen 10a und 10b und gaben dabei manche lustige Anekdote zum Besten.
Das Publikum erfreute sich an der anschließenden Powerpoint-Präsentation, in der die Jugendlichen in verschiedenen Situationen von der fünften Klasse an zu bewundern waren.
Ein Highlight des Abends war das Theaterstück „Casting“, eingeübt von Frau Howard und Herrn Wendelgaß. Schülerinnen und Schüler der siebten bis zehnten Klassen konnten ihr schauspielerisches Können, bzw. ihr Talent unter Beweis stellen.
Anna-Maria Zimmermann und Mark Mlynek bedankten sich mit lustigen Sprüchen und kleinen Präsenten bei den Lehrerinnen und Lehrern für deren Mühen.
Nun folgte der wichtigste Punkt des Abends: die Zeugnisübergabe. Nico Sommerfeld, Marian Steubing und Jannik Uhl wurden dabei für besondere Leistungen geehrt.
Am Ende des Abends stand eine „Oscar-Verleihung“ an alle diejenigen, die das Schulleben auf verschiedenartige Weise bereichert haben.
C.Ernst, M.Howard

 

 

 

 

Abend der offenen Tür in der Friedrich-Ebert-WRS Sandhausen

 

Nachdem im letzten Jahr „der Abend der offenen Tür“ so gelungen war, hat sich die Schulleitung und das Lehrerkollegium der Friedrich-Ebert-WRS Sandhausen entschlossen die Veranstaltung zu wiederholen, um den zukünftigen Schüler ,deren Eltern und allen Interessierten die Möglichkeit zu geben, die Friedrich-Ebert-Werkrealschule kennen zu lernen.

Die anwesenden Schüler wurden in Gruppeneingeteilt, denen sich dann die Eltern anschließen konnten. Diese Gruppen, geführt von Schülern der Klasse 10 der Friedrich-Ebert-WRS, durchliefen mehrere Stationen mit Aktivitäten zum Mitmachen, wie die Küche, den MNT-Raum, den Kunstraum und kamen zurück in den Werkrealschultrakt, in dem viele Klassenzimmertüren offenstanden und vor dem Sekretariat. beantwortete Frau Engelhardt und Frau Buchner von der Schulleitung, sowie Frau Kraft vom Sekretariat und die Elternvertreter Herr Fuchs und Frau Barth gerne noch offene Fragen.



AD(H)S

Anders Denken Handeln Sein

Vortrag am 25.4.2012 19:00 – 21:00



  Referentin:


  Dipl. Psych. Dipl. Heilpäd. Cordula Neuhaus

 

 

 

 






Kurzzusammenfassung des Vortrags:

 

Modediagnose ADHS?

ADHS mit seiner Gesamtsymptomatik ist auch nichts Neues.

Bitter beklagt sich eine Mutter bei einem Lehrer über ihren Taugenichts (nach

Herondas, um 250 vor Christus) wie folgt:

„Leg‘ mir den Jungen über, hau‘ ihn durch.

Bis dass die Seele ihm, die miserable,

nur eben noch an seinen Lippen hängt.

Er hat mir Armen rein das Haus geplündert

mit seinem Kupferspiel.

Größerem Verderben treibt er zu. Des Lehrers Tür,

wo die liegt und wo ich am Monatsende mein Schuldgeld jammernd zahle,

das weiß er kaum zu sagen; doch den Spielplatz,

dort, wo die Eckensteher hausen und

entlaufene Sklaven, weiß er anderen recht,

genau zu zeigen. Und die arme Tafel,

die ich ihm jeden Monat mühsam wachse,

die liegt verwaist am Pfosten seines Bettes.

Wenn er nicht gar mit einem Höllenblick

sie ganz zerkratzt, statt schön darauf zu schreiben.

Nicht mal die Silbe „a“ kennt er beim Lesen,

wenn man nicht ihm dieselbe vorschreit ...

 

Vor kurzem fand in Berlin eine Fachtagung zum Thema ADHS mit 2.800 internationalen Fachleuten statt: ADHS ist eine anerkannte Diagnose.

 

Bei welchen Auffälligkeiten sollte man hellhörig werden:

- schauderhafte, verkrampfte Schreibschrift

- 8 – 28 malige Wiederholung erforderlich, wenn etwas „uninteressantes“ gelernt       

  werden muss

- keine Konfliktfähigkeit

- auffallend schnell frustriert, irritiert, verletzt, aber auch begeistert, wobei die

  Begeisterung schnell wieder nachlassen kann, schnell entmutigt

- bei echter Entschuldigung nicht nachtragend

- steigert sich schnell in etwas hinein, merkt es nicht und kann sich nicht

  stoppen

- wird bei Beschwichtigungsversuchen nur noch erregter

- missversteht oft Anweisungen, hört scheinbar nur subjektiv Interessantes

  oder Erwünschtes

- versteht als Kind das Wort „vielleicht“ nicht

- fragt bei Interesse immer wieder dasselbe, scheint „inhaltslose“ Fragen zu

  stellen

- bringt bei subjektivem Interesse im Gespräch etwas ein, was noch erzählt

  werden soll, auch wenn der Gesprächsfluss eigentlich bereits ein anders

  Thema behandelt

- lernt sichtlich nicht genügend aus Erfahrung

- kann keine Prioritäten setzen

- ADS-Kinder sind frei-arbeitsbehindert. Sie haben ein verblüffend gutes Gedächtnis

  für Kleinigkeiten, können sich aber nicht merken, was „man“ eigentlich längst

  wissen müsste, z.B. simple Routineabläufe

- kann sich spontan (rein gefühlsmäßig) schnell entscheiden, aber nicht

  überlegt abwägen (Speisekarte kann z.B. zum Problem werden)

- schnell ablenkbar, aber bei subjektivem Interesse so konzentriert, dass die

  Welt darum herum zu versinken scheint (mit sehr gutem Leistungsergebnis)

- trödelt bei Routinen

- redet plötzlich von etwas, was nicht zum Thema gehört

- hat immer das letzte Wort

- emotionale Impulsivität ist wahrscheinlich das Hauptproblem dieser

  Anpassungsstörung

 

 

Selbstregulation bedeutet:

Das Leben „automatisch“ (sich immer besser anpassend) bewältigen zu können

 

Bei „normaler“ Selbstregulation entwickeln sich nur durch Reifung Fähigkeiten wie:

- abstoppen und abwarten zu können

- Denken vom Gefühl trennen können

- Erfahrung von Reaktion(Wunsch) trennen können

- die Perspektive (unter Einbezug der Erfahrung) wechseln können

- Alternativen in Betracht ziehen zu können

- Verhalten (verbal und nonverbal) auswählen zu können

- auf ein Ziel hinarbeiten zu können

- Verhalten (verbal und nonverbal) verändern zu können, wenn neue Aspekte

  Hinzukommen

 

(all dies entwickelt sich bei ADHS nicht so!!)

 

ADHS-Betroffene entwickeln ein nicht adäquates Niveau der Selbstregulation

- der Arbeitsspeicher im Stirnhirn hat eine verminderte Kapazität, u.a. sind einige   

  Botenstoffe „dysreguliert“

- Zugriff zum Wissen/Erfahrung ist nur möglich, wenn Kommunikation von Betroffenen

  positiv bewertet wird

 

  daraus folgt

 

o Erwachsene ADSler legen sich eine +/- Liste für Entscheidungen an

o Vokabeln lernen ist bei

> mangelndem Interesse sehr schwierig

>   gesteigertem Interesse sehr einfach

 

Idee bei plötzlicher Blockade Interesse für den ADSler:

- positives Bild vorstellen

- Sätze formulieren für gute Laune

 

Ideen zur Motivation für Angehörige von ADSlern

- wertschätzende, kurze, knappe, freundliche, Kommunikation wählen

  (auch den Tonfall und die Mimik betreffend)

- Unworte wie: müssen, sollen, nie, immer, ständig... meiden

 

Positive syndromtypische Symptome bei ADHS

- Kreativität und Innovativität

- interessierte Offenheit

- spontane Hilfsbereitschaft

- Hypersensibiliät (gutes „Bauchgefühl“)

- extremer Gerechtigkeitssinn

- bei subjektivem Interesse extremes Engagement

 

Fortschritte in der Theorie bei ADHS

ADHS........

- ist eine Störung der Hemmungsfähigkeit und Selbstregulation

- ist seinen Gefühlen regelrecht ausgeliefert

 

Betroffene haben

- eine Erwartung an andere, können diese aber meist nicht entsprechend formulieren

- keinen regelmäßigen Austausch mit ihrem „inneren Lexikon“ (können nicht so gut

    aus Erfahrung lernen)

 

Die Hauptbeeinträchtigungen bei jungen Erwachsene mit ADHS

ist eine Störung der emotionalen Selbstregulation und Selbstkontrolle. Das bedeutet  es ist schwierig

- für sich selbst angemessen zu sorgen

- für sich selbst angemessen verantwortlich zu sein

 

Erfahrung im Umgang mit ADHS Kindern

1. Ein fester Rahmen mit institutionalisierten Regen (d.h. alle halten sich daran) ist

    sehr zu empfehlen, da es ständiges Diskutieren unterbindet

2. Festsetzen der Verhaltens- und Lernerwartungen von vornherein, sowie der

    benötigten Materialien, helfen den Kindern sich „einzustellen“

3. Klare, kurze, knappe, freundliche Anweisungen. Bei Nichtverstehen der Instruktionen

    Wiederholung im selben Wortlaut

4. Bei Zögern, Abdriften, nicht Wissen: ansprechen – Zeit lassen,

5. Bei schriftlichen  Aufgaben: Hauptsache man kann es lesen

6. Diese Kinder brauchen immer wieder Lob für kleine Lernfortschritte

7. Aufgabenkontrolle ist unerlässlich (und motiviert!) mit Lob, Stempel und

    Smiley

8. Personen, die wissen wie man mit ADS-Kindern umgeht

   (Verhaltensmanagement, freundlich, gelassen, direktiv) sind erwünscht

9. Etwas längere Pausen festlegen (motorische gelenkte Spielangebote verhindern das

    Aufkreiseln im Toben.)

 

Abschlusszitat:

Wenn ich nur darf, wenn ich soll,

aber nie kann, wenn ich will,

dann mag ich auch nicht, wenn ich muss.

Wenn ich aber darf, wenn ich will,

dann mag ich auch, wenn ich soll und

dann kann ich auch, wenn ich muss.

Denn schließlich :

Die können sollen müssen wollen dürfen.

 

Nach einer Zusammenfassung des Vortrags von A. Wünstel

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